Ich & Wald

ICH

MARTINA SCHAFF


Trainerin für Achtsamkeit im Wald - Waldbaden, Stressmanagement & Resilienz • Gesundheitswissenschaftlerin • Ökonomin

Der Beruf

Zahlen, Daten, Fakten im Zusammenhang mit Gesundheit – das ist meine Welt. So kam es, dass ich Gesundheitswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften studierte und seit ca. 20 Jahren in diesem Bereich tätig bin.


To-Do-Listen, Emails, Anrufe, Meetings, Zeitdruck, ... diese Herausforderungen des Berufsalltags sind mir somit bestens vertraut.

Die Natur

Raus in die Natur  - das ist für mich wichtig.

Als Ausgleich zum Büroalltag, zum Leben in der Stadt, zu den Anforderungen und Lebensgewohnheiten unserer Zeit.


Mag sein, dass es am Aufwachsen auf dem Land liegt. Mag sein, dass es einfach das Normale für einen Menschen ist, wir's nur oft vergessen und verlernt haben - Natur tut gut!

Der Weg

Irgendwann hatte ich vom „Waldbaden“ gehört und gelesen, fand es aber sehr seltsam. Wald? Baden? Darunter konnte ich mir wenig vorstellen und im Wald bin ich selbst oft genug unterwegs. Doch ich war neugierig, was es ist und wie es ist. Und ich habe es selbst ausprobiert, gleich mehrmals!


Die Wirkung hat mich überzeugt: Abschalten vom Alltag, Stressabbau, zur Ruhe kommen und Auftanken, Stärkung des Immunsystems, eine Wohltat für die Atmungsorgane... und das alles ohne Zeitdruck und Leistungsgedanken, ohne Nebenwirungen und auf eine sehr natürliche Art und Weise.

Es wirkte intensiver und anhaltender als meine „normalen“ Aufenthalte in der Natur.


Natürlich war für mich nicht nur die Wirkung auf mich persönlich wichtig, sondern auch welche Untersuchungen und wissenschaftlichen Ergebnisse es zur Wirkung von angeleiteten Aufenthalten im Wald gibt. Die Ergebnisse dazu sind eindeutig (s.u.).


Diese Faszination vom Wald und seiner Wirkung auf uns Menschen wollte ich nicht für mich behalten, sondern auch anderen Menschen die Möglichkeit geben, die positiven Wirkungen des Waldbadens zu erleben. Somit entschloss ich mich das Waldbaden selbst auch als Kurs anzubieten. Natürlich nur mit entsprechend fundiertem Wissen und praktischen  Erfahrungen. Diese konnte ich bei meiner Ausbildung zur Kursleiterin für Achtsamkeit im Wald – Waldbaden  erwerben (Deutsche Akadmie für Waldbaden & Gesundheit). Ergänzend habe ich mich zur Trainerin für Stressmanagement (Celsusakademie) und Resilienz (AHAB-Akademie) weitergebildet.


Zusätzlich bin ich von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zugelassene Trainerin für:

- "Stressmanagement durch Achtsamkeit im Wald - Waldbaden" (Zulassungszertifikat),

- "Gesund mit Stressmanagement" (Zulassungszertifikat) und

- "LOOVANZ. Das Resilienz-Trainingsprogramm zur Stressbewältigung für Erwachsene"

   (Zulassungszertifikat)


Die ZPP-Zulassungen gewährleisten, dass es sich bei den im Zulassungszertifikat genannten Kursen um ein geprüftes und standardisiertes Kurskonzept handelt, welches nur von entsprechend qualifizierten Kursleitern durchgeführt werden darf. Die Kurse mit ZPP-Zulassung (wie z.B. Auszeit Prävention) sind bei Krankenkassen als Präventionsmaßnahme anerkannt und eine Anteilige Kostenübernahme kann beantragt werden.

WALD

Eine Auszeit im Wald bringt zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte mit sich.

Eine Vielzahl von Wirkungen werden dem Waldbaden zugeschrieben. Im Folgenden finden Sie nur die Effekte, welche meiner Ansicht nach wissenschaftlich ausreichend bestätigt und auf Deutschland übertragbar sind, inkl. der Quellenangaben (s.u.).



Stärkt das Immunsystem


  • steigert Anzahl und Aktivität der  Killerzellen18, 19 ,20
  • stärkt die Abwehrkräfte29




Reduziert Stress, sorgt für Entspannung


  • Senkt die Konzentration der  Stresshormone Cortisol12, 13, 23, 24 und Adrenalin23, 26 sowie Dopamin26
  • Reduziert die Sympatikusaktivität13
  • Aktiviert den Parasympatikus5, 8, 9, 13
  • Mindert die Aktivität präfrontalen Hirnareals12
  • Beruhigt und entspannt10, 23, 25, 26



Wohltuend für Atmungsorgane und körperliche Gesundheit


  • fördert die Genesung7
  • steigert das allgeimeineWohlbefinden30
  • lindert Atemwegserkrankungen (COPD & Asthma33, 34)
  • Schonklima: reduziert klimatische und umweltbezogene Belastungen (wie Luftverschmutzung)1




Verleiht Energie und Tatkraft


  • steigert das Gefühl von Vitalität17,  31, 35
  • verleiht Energie und Tatkraft25, 26
  • reduziert Erschöpfungsgefühle31, 32, 35




Verbessert die Stimmung und fördert Ausgeglichenheit


  • baut negative Emotionen ab4, 17 ,24
  • sorgt für bessere Stimmung11, 15, 23, 24
  • reduziert depressive Verstimmungen / Depressionen17, 21, 25, 27
  • vermindert Ängste21, 27
  • sorgt für Wohlbefinden25, 26
  • bringt grüblerische Gedanken zur Ruhe4, 27



Fördert den Schlaf


  • lindert Schlafstörungen2
  • reduziert Schlafmangel2 ,37
  • verbessert die Schlafqualität2, 31
  • steigert die Schlaftiefe2





Verbessert Konzentration und Gedächtnisleistung


  • steigert Aufmerksamkeit3, 31
  • erhöht die Gedächtnisleistung3







Fördert den Stoffwechsel


  • senkt den Blutzuckerspiegel bei Typ 2 Diabetikern (-71 mg/dl)16
  • erhöht das Serum-Adiponectin27 (wirkt auf Lipid- und Glukosestoffwechsel)






Positiver Effekt auf Herz- Kreislaufssystem


  • senkt den Blutdruck13, 14, 22, 23
  • verlangsamt den Pulsschlag13, 24, 27
  • steigert die Variabilität der Herzfrequenz8, 25
  • bei Herzpatienten: Verbesserung der relevanten Blutparameter28
  • Evtl. Schutz vor Arteriosklerose36


Literatur:


(1) Schuh, Angela, u.a. "Waldtherapie - Das Potenzials des Waldes für Ihre Gesundheit". Springer 2019.


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(3) Berman, Marc G., u.a. „The Cognitive Benefits of Interacting with Nature“. Psychological Science, Bd. 19, Nr. 12, Dezember 2008, S. 1207–12.


(4) Bratman, Gregory N., u. a. „Nature Experience Reduces Rumination and Subgenual Prefrontal Cortex Activation“. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Bd. 112, Nr. 28, Juli 2015, S. 8567–72.


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